Falschbeschuldigung ist der Dung für Intrigen und schlimmstenfalls Auslöser für einen Krieg. In jedem Fall bleiben unschuldige Opfer zurück. Wie im großen so ist auch im kleinen Macht der Beweggrund für eine Falschbeschuldigung. Insbesondere im Kleinkrieg zwischen Paaren während einer Trennung sind Falschbeschuldigung über sexuellen Missbrauch ‑ so beim Streit um Kinder der Vorwurf des Kindesmissbrauchs ‑ ein häufiges Instrument, um eine Partei zum Nachgeben zu zwingen. Jemanden absichtlich ob eines Verbrechens falsch zu beschuldigen ist in jedem Fall schändlich und zudem selbst ein Verbrechen. Jemanden wegen sexuellem Missbrauch falsch zu beschuldigen, ist zudem ein niederträchtiger Angriff gegen alle Opfer, die derlei Missbrauch durchleiden mussten. Er untergräbt die Glaubwürdigkeit der Opfer insgesamt und kommt damit den Tätern entgegen. Das ist verheerend!
Gerade bei Verbrechen gegen die sexuelle Selbstbestimmung braucht es für die Opfer ohnehin schon Überwindung, die Tat und den Täter anzuzeigen. Zum einen ist das erlittene Verbrechen sehr schambehaftet, weshalb das Opfer häufig im Versuch, das Geschehen zu verarbeiten, eine Mitschuld bei sich sucht. Das ist natürlich unsinnig. Die schwere seelische Verletzung, die mit einem Missbrauch einhergeht, unterliegt jedoch nicht der Vernunft und Logik, sondern ist ein verheerender Anschlag auf das Gefühlsleben und Selbstverständnis des Opfers. Zum anderen sind sexuelle Belästigung, Vergewaltigung und Missbrauch Verbrechen, die sich häufig nicht eindeutig beweisen lassen und bei denen letztlich vor Gericht Aussage gegen Aussage stehen. Das bedeutet aber auch, dass eine Falschbeschuldigung selten als solche erkannt wird, weshalb der Zweifel der Ermittler häufig die Ermittlungen lähmt und hierdurch die wahren Opfer ihr Recht verlieren. Vermehrte Falschbeschuldigungen verdunkeln somit auch die echten Untaten.
Seit Dezember schwellt ein Skandal bei der Partei Die Grünen, der die Bösartigkeit von Falschbeschuldigungen exemplarisch zeigt. Es geht um Macht und Niedertracht und amoralische Instrumentalisierung an sich moralischer Werte. Es geht somit um Feminismus, um Opferschutz und #MeToo respektive den Anspruch der Forderung: Glaubt den Opfern! In der Tat wird diesem Anspruch meist eilfertig Folge geleistet und der vermeintliche Täter öffentlich beschuldigt, so auch bei den Grünen in der Affäre Gelbhaar. Dieses Geschehen hat alles was zu einem richtigen Skandal gehört: Sex, Kriminalität, Dünkel, Niedertracht, Machtgelüste sowie Verschwörung und Dummheit.
Der Fall
Am 12. November 2024 wurde Stefan Gelbhaar erneut als Direktkandidat für den Wahlkreis Berlin Pankow für die kommende Bundestagswahl nominiert, gleichzeitig kandidierte er für den zweiten Platz der Landesliste der Grünen. Zur Wahl am 14. Dezember trat er jedoch nicht mehr an, denn im Vorfeld zu dieser Wahl verbreitete der RBB (Rundfunk Berlin-Brandenburg) anonyme Vorwürfe der sexuellen Übergriffigkeit aus den Reihen der Grünen. Der RBB fuhr gar eine Kampagne gegen Gelbhaar und inszenierte dazu, um die Vorwürfe anschaulich zu untermauern, ein Video, in dem die Anschuldigung der Anne K. nachgestellt wurden.
https://x.com/FWarweg/status/1881285706883924317
Gewählt wurde schließlich auf Platz 2 nach der Familienministerin Lisa Paus Andreas Audretsch der Wahlkampfleiter von Robert Habeck. Stefan Gelbhaar war inzwischen im Konzert mit grünen Verleumdern und dem RBB zur Persona non grata geworden, weshalb die Wahl zum Bundestagsdirektkandidaten für die Grünen am 6. Januar 2025 in Pankow wiederholt wurde. Neue Direktkandidatin wurde Julia Schneider. Damit kam eine gelungene Intrige für die eine Seite (Audretsch und Habeck) zu einem guten und für Gelbhaar zu einem schlechten Ende. Sein Ruf war ruiniert, er zog sich zurück. Erst durch eine Recherche des Tagesspiegels wurde bekannt, dass die Anschuldigungen falsch waren und die angebliche Kronzeugin Anne K., die gegenüber dem RBB eine eidesstattliche Versicherung abgegeben hatte, dass ihre Vorwürfe der sexuellen Belästigung durch Stefan Gelbhaar wahr seien, gar nicht existierte. Sie wahr schlicht eine Fantasiefigur der Vorsitzenden der Grünen-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung von Mitte, Shirin Kreße. Nachdem Kreßes Falschbeschuldigung offensichtlich geworden war, trat sie von ihrem Posten zurück und auch aus der Partei Die Grünen aus; damit kam sie einem Ausschluss zuvor. Zu ihren Lügen sagte sie allerdings nichts. Das bedeutet dass sie Gelbhaar bewusst in einem scheelen Licht stehen ließ, was die Ombudsstelle der Partei weiter flackern lässt, indem sie Gelbhaar immer noch nicht rehabilitierte, sondern weiterhin vage und nicht konkretisierte Verdachtsmomente gehen ihn ventiliert.
Charakterlose Falschbeschuldiger
Kreße gab gegenüber der DPA als Grund für ihren Rücktritt an, „dass sie – während sie sich mit den Vorwürfen gegen sie auseinandersetze – möglichen Schaden von der Partei, aber auch von Betroffenen sexualisierter Gewalt abwenden wolle“. Das ist eine ebenso dreiste wie infame Begründung und vor allem ein Schlag ins Gesicht für die Opfer ihres niederträchtigen Anschlags, nämlich Stefan Gelbhaar und darüberhinaus den von ihr erwähnten Betroffenen sexualisierter Gewalt. Mit ihrer Falschbeschuldigung gefährdete sie zuvorderst Gelbhaars Leben; denn etliche Opfer von Falschbeschuldigungen begehen Selbstmord, weil sie die Schmach, die mit der Lüge einhergeht nicht überwinden können, da ihre Abweisung der Vorwürfe als verlogene Selbstrechtfertigung eines Sexualverbrechers abgehandelt wird. Der Unwille der Ombudsstelle Gelbhaars Unschuldsbeteuerungen zu glauben, bestätigt deren vorurteilsbehaftete Sicht. Lieber glaubt man der Fama, der inzwischen widerlegten Lügen von Shirin Kreße, ganz nach dem Motto: Kein Rauch ohne Feuer, und stochert weiter in der Glut der Lüge. Hier als Opfer zu überleben, braucht ein wahrlich gesundes Gemüt; verletzlichere Seelen überstehen diese Infamie nicht ohne bleibenden Schaden.
Zum anderen ist die Beteuerung, möglichen Schaden von den Betroffenen sexualisierter Gewalt abzuwenden, nichts weiter als eine heuchlerische Floskel. Schließlich hat Kreße mit ihrem verlogenen, intriganten Verhalten bereits genug Schaden angerichtet, indem sie die Glaubwürdigkeit der Betroffenen insgesamt erschüttert hatte. Mit ihrer anhaltenden Opferinszenierung verbunden mit der geschickten Instrumentalisierung des auch aus eigenen Motiven willfährigen RBB gab sie den Zweifeln an den Berichten wahrer Opfer neue Nahrung. Mit dem fehlenden Eingeständnis ihrer Lügen hält sie zudem den Verdacht gegen Gelbhaar am Leben und schädigt die Betroffenen weiter. Die Lügnerin inszeniert sich somit schweigend weiter als Opfer. Das ist so bösartig wie amoralisch und es bedingt letztlich auch, dass Opfern sexualisierter Gewalt ein grundsätzlicher Vorbehalt hinsichtlich ihrer Schilderungen entgegengebracht wird, der selbst bei einer eindeutig bewiesenen Tat noch das Urteilsvermögen der Richter zu trüben vermag. So sprach Anfang Januar die Wiener Richterin Martina Hahn in einem Strafverfahren einen 17jährigen Burschen frei, der ein zwölfjähriges Mädchen vergewaltigt hatte. Sie begründete ihren Urteilsspruch mit der dämlichen Bemerkung: „Es passiert oft, dass man erst ‚Nein‘ sagt und sich dann durch Zärtlichkeiten überzeugen lässt.“ Das ist eine ebensolche gedankenlose Bösartigkeit wie sie im Geschwätz indolenter Personen liegt, die einem Vergewaltigungsopfer nachsagen: „Na ja, aber irgendwie hat sie es auch gewollt.“
Durch Falschbeschuldiger bleiben die Opfer verdächtig
Mit dem Anspruch „Glaubt den Opfern“ wurde im Rahmen der #MeToo-Bewegung auch einmal mehr der Weg für Falschbeschuldigungen geebnet; denn es kam im Rahmen dieser Initiative aus unterschiedlichen Gründen zu einer Flut falscher Anschuldigungen. Einem vermeintlichen Opfer nicht zu glauben, galt bereits als diskriminierend und rückte gar den Zweifler ins Lager potentieller Vergewaltiger. So kam es, dass bei der Auseinandersetzungen zwischen Paaren egal ob heteros oder schwule wieder vermehrt in böser Absicht „Opferkarten“ gezogen wurden. Prominente Beispiele für die beachtliche Gewalt von Falschbeschuldigungen waren der Streit zwischen Johnny Depp und Amber Heard oder Fall Kevin Spacey gegen verschiedene Männer, die ihn fälschlich der Übergriffigkeit beschuldigten. Gegen Falschbeschuldiger hilft nur eins: Gesunde Skepsis, sorgfältige Fallanalyse durch erfahrene Ermittler und eine breite und nachhaltige gesellschaftliche Ächtung überführter Lügenbolde. Nur wenn das Konsens ist, werden sich Opfer sexualisierter Gewalt künftig auch ermutigt fühlen, Täter anzuzeigen, damit sie ihrer gerechten Strafe zugeführt werden. Deshalb aber muss Falschbeschuldigung auch konsequent und unerbittlich bestraft werden. Das wäre eine zwingende Maßnahme, die allerdings der Gesetzgeber hierzulande ebenso unterlässt, wie härtere Strafen gegen Vergewaltiger, Kinderschänder und andere Sexualverbrecher durchzusetzen.
Nachtrag vom 22.01.2025
Der Fall Gelbhaar schwelt und offenbart weiter mit welcher Niedertracht um Macht gerungen wird. Macht macht geil! Dieser dumme Spruch durchwirkt die Beziehung in allen sozialen Gruppen, sei es unter Hühnern, Wölfen oder Menschen. Wobei unter Menschen noch die Intrige als erregendes Kampfmittel hinzukommt und dabei auch die seelische Vernichtung des Gegners als Stimulanz für den eigenen Hormonspiegel in Kauf genommen wird. Wobei die Ombudsstelle der Grünen die #MeToo-Position, den Opfern unbedingt zu glauben, strikt vertritt. Hier gilt unter anderem die Maxime: „Wir stellen die Betroffenengerechtigkeit in den Vordergrund. Die Perspektive der Betroffenen ist für uns handlungsleitend.“
Das bedeutet wer bezichtigt hat Recht. Damit aber sind jedem Falschbeschuldiger Tür und Tor geöffnet. Ihr kriminelles Verhalten wird begünstigt. Der Beschuldigte muss seine Unschuld beweisen und nicht der Bezichtiger dessen Schuld, und das macht wiederum den aktuellen Fall Shirin Kreße so besonders widerlich. Man machte sich bei den Grünen gar nicht erst die Mühe, die Bezichtigungen unaufgeregt zu prüfen, sondern man zwang den beschuldigten Stefan Gelbhaar unmittelbar, seine politische Karriere augenblicklich zu beenden. Dafür ließ sich auch der Provinzsender RBB leichthin instrumentalisieren und berichtete willfährig, um die Lügen exklusiv zu verbreiten.
Das Ergebnis dieser politisch korrekten Leichtgläubigkeit wird sein, dass den Opfern wiederum vermehrt mit starker Skepsis begegnet wird, was diese ihrerseits sofort bemerken und sich verschließen. Folglich wird das Verbrechen nicht geahndet, der Täter bleibt Täter und das Opfer mit seiner posttraumatischen Belastung alleine zurück. Es trägt die skeptische Ablehnung als verstörenden Makel mit sich und wird sich nur noch mit Überwindung einem weiteren Menschen anvertrauen.
In einem Interview vom 21.01.2025 bei „maischberger“ sprach oder besser gesagt faselte und stammelte Robert Habeck über den aktuellen Fall Kreße. Wobei auffällig war, dass weder Maischberger noch Habeck den Namen der Täterin, Shirin Kreße, nannten, dafür aber keine Hemmungen hatten, den Namen ihres Opfers zu nennen. Jedenfalls behandelten sie den Skandal in ihrem Gespräch in jeder Beziehung unterirdisch und frei von Problembewusstsein.
Bezeichnend dafür ist Habecks Bemerkung: „Also diese Person hat Stefan Gelbhaar und sehr vielen, meistens Frauen, schweren Schaden zugefügt und das offensichtlich mit Vorsatz.“ Er spricht hier nur nach, was in verdrehter Form durch die #MeToo-Bewegung verbreitet wurde. Frauen sind Opfer, auch wenn sie falsch beschuldigen. Den schweren Schaden, der Frauen zugefügt wurde, weil sie von Falschbeschuldigerinnen mittelbar diskriminiert werden, hatte er sichtlich nicht auf dem Schirm respektive vermochte ihn nicht erfassen, weshalb er auch den Satz abbrach, ohne ihn näher zu erläutern. Maischberger war ohnehin froh, dass sie diese Pflichtübung in knappen zwei Minuten abhandeln konnte.
Nachstehend das kurze Gespräch zwischen Maischberger und Habeck im Wortlaut
Maischberger: Wir haben gerade vorher über ein eigentlich … ähm ähm … Landesverbandfall gesprochen, über Stefan Gelbhaar … ähm … ich kann sie natürlich auch nicht aus dem Studio lassen, ohne Sie auch dazu zu fragen, was da eigentlich passiert ist: Also es gibt Vorwürfe der Belästigung, ein Mann tritt dann seine Kandidatur nicht mehr an, mindestens eine von sieben eidesstattlichen Versicherungen ist offensichtlich nicht richtig, ähm was hat sich die Partei vorzuwerfen in diesem Fall?
Habeck: Ja, das ist ein … hm … skandalöser Vorgang. Das muss man so hart sagen. Da war kriminelle Energie am Werk und deswegen ist es richtig, dass … ähm … der Bundesvorstand hart dagegen vorgegangen ist. Es ist auch richtig, dass Klage erhoben wurde, und … ähm … das Ombudsverfahren anders als es eben diskutiert wurde, also das innerparteilich Verfahren, das ja eigentlich Opfern einen Schutzraum geben sollte, wird komplett neu aufgestellt, es ist quasi eingestellt werden wird, wird nicht mehr weiter verfolgt und wir haben eine Kommission eingesetzt unter zwei erfahrenen Juristen oder einer Juristin und einem Juristen, um dieses Verfahren zu durchleuchten und nochmal neu aufzustellen. Also da sind die Konsequenzen hart gezogen worden und … ähm … der Bundesvor …
Maischberger: Da sind zwei Seiten möglicherweise schwer geschädigte. Die eine ist Stefan Gelbhaar, der nun dasteht und möglicherweise zu unrecht beschuldigt worden ist oderauf der anderen Seite sind es Frauen, die eine Anschuldigung erhoben haben und jetzt unter dem Verdacht stehen, das ist alles nicht wahr, das ist kein guter Umgang natürlich in der Öffentlichkeit.
Habeck: Ja, und diese Person, die das gemacht hat, hat auch weiteren Frauen schweren Schaden zugefügt, die jetzt ja auch mit diesem Vorgang …
Maischberger: Eine Frau die ausgetreten ist und die …ähm… aus der Partei, die hat es nicht verdient
Habeck: Ja, aber damit ist natürlich auch das, was ja passiert in Deutschland, davon müssen wir ausgehen, dass es Belästigung gibt, dass mit Belästigung auch Machtstrukturen einhergehen … auch unter Druck geraten. Also diese Person hat Stefan Gelbhaar und sehr vielen, meistens Frauen, schweren Schaden zugefügt und das offensichtlich mit Vorsatz … ich sag noch einmal, das ist kriminelle Energie.
Maischberger: Das heißt es wird aufgeklärt, … ähm … welche Folgen es dann tatsächlich dann haben wird, wird man sehen, wenn wir mehr wissen über das was wir reden …
Interview mit Stefan Gelbhaar
Zum 1. Februar 2025 interviewte Niklas Liebetrau Stefan Gelbhaar für die Berliner Zeitung. Hierin schildert Gelbhaar wie schwer ihn die Falschbeschuldigung getroffen hat und wie beschämend sich Weggefährten und Freunde ihm gegenüber verhalten haben, während und nachdem die Falschbeschuldigung aufgedeckt wurde. Zudem geht er auf das niederträchtige Verhalten des RBB ihm gegenüber ein.
Das Interview ist hier zu lesen.
